Mittwoch 24. Februar 2027
Keynote: Wie kann die Lebensmittelsicherheit mit Blick auf neue Rohstoffmärkte, globale Lieferketten und geopolitische Konflikte erfolgreich gewährleistet werden?
Die britische Regierung schätzt die übliche Tagestemperatur in ihrem Land in den Sommern Mitte der 2030er Jahre auf 43 °C. Vergleichbare Werte in Deutschland in der vergangenen Saison führten laut dem deutschen Bauernverband zu Ernteausfällen (Notreife von Getreide); klimabedingte Einbußen auch bei der Tierhaltung sind abzusehen. Eine landwirtschaftliche Selbstversorgung Deutschlands ist unter diesen Bedingungen reine Utopie, und dem Handel von Agrarprodukten innerhalb Europas – einschließlich des Exportlands Ukraine als Zulieferer der hiesigen Lebensmittelwirtschaft – kommt eine zunehmende Bedeutung bei. Ein zweiter wichtiger Schritt zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit wird die im kommenden Jahr inkrafttretende Neuordnung der neuen genomischen Techniken (NGT) sein. Seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2018 war diese Regelung überfällig, um die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Produzenten aufrechtzuerhalten und Wettbewerbsnachteile gegenüber Futtermittel aus Drittstaaten zu verhindern. Allerdings erstreckt sich die NGT-Verordnung zunächst lediglich auf Pflanzen. Daher bleibt mit größter Spannung abzuwarten, wie sich die Verordnung auf den Markt auswirken wird.
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